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Das Solothurnische Kuratorium für Kulturförderung überreicht im Auftrag des Regierungsrates

Anna Stüdeli

Kunstschaffende

einen Förderpreis für Bildende Kunst 2019 in der Höhe von 15'000 Franken.

 

Mit ihren Werken irritiert Anna Stüdeli, 1990 in Bern geboren und in Solothurn aufgewachsen, die Sehgewohnheiten der Betrachterinnen und Betrachter. Die Gebilde, die sie schafft, erinnern zwar an natürliche Formen, wurden so aber noch nie gesehen. In ihrer Praxis beschäftigt sich Anna Stüdeli mit der «Machtausübung und den Formen von Widerstand», wie sie selbst sagt. Konkret heisst das: Sie experimentiert mit Mehl und Hefe, zwei Substanzen, die sich einer umspannenden Latexhaut zu widersetzen versuchen. Das erscheint zunächst unspektakulär, wirkt aber in der Realisierung überraschend neu und formal spannend.

Auch Verführung ist ein grosses Thema bei Anna Stüdeli. Dass sie dieses Thema mit gesellschaftlicher Relevanz behaftet und in Kritik am klassisch patriarchalen System verwandelt, ist lobenswert. Auf einfache, aber präzise umgesetzte Art untersucht die Künstlerin Darstellungen der Lust. Das Resultat sind Videoarbeiten und Fotosammlungen, die sie auch in Publikationen zusammenstellt. Anna Stüdeli studiert seit Herbst 2018 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, wo sie mit dem Master in Fine Arts abschliessen will.

Der Förderpreis Bildende Kunst 2019 soll sie darin unterstützen, sich künstlerisch stärker positionieren und ihre Handschrift verfeinern zu können. 

 

Anna Stüdeli
Kunstschaffende

Geboren am 23. April 1990 in Bern, lebt in Zürich und Hamburg, wohnhaft im Kanton Solothurn von 1992–2010
Heimatort: Bellach

Adresse
Kanton Solothurn
Kuratorium für Kulturförderung
Schloss Waldegg
Waldeggstrasse 1
4532 Feldbrunnen-St. Niklaus
Telefon 032 627 63 63
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